Beschwerden der EU-Mitglieder
Laut neuesten Angaben aus dem Jahresbericht des Europäischen Ombudsmannes ist Spanien der EU-Staat, dessen Bürger im vergangenen Jahr die häufigsten Beschwerden beim EU-Bürgerbeauftragten einreichte. Oft bemängelt wird die Transparenz der verschiedenen EU-Institutionen, aber auch Ungerechtigkeit und Diskriminierung werden schriftlich bei den nationalen Vertretungen angeklagt.
Die Schwierigkeit und Problematik hat u.a. folgenden Grund: Es ist schwierig, alle Bürger gleichermaßen zu informieren, da Europa 23 Amtssprachen inne hat. Dennoch wird dies gezielt verfolgt, da die EU erklärt, ihre Sprachen und deren Vielfalt zu respektieren und zu achten. Demnach wird eine Beschwerde, die z.B. auf Bulgarisch eingereicht wird, auch auf Bulgarisch beantwortet. Dies gilt für alle europäischen Amtssprachen, z.B. auch Ungarisch, Lettisch, Deutsch und Portugiesisch.
Hierfür wird auf die sorgfältige Arbeit von Übersetzern und Dolmetschern großer Wert gelegt. Sie bilden damit eine Schnittstelle zwischen dem einzelnen EU-Bürger, Unternehmen, oder Verbänden der Mitgliedsstaaten und deren Beschwerdestelle. Sie beherrschen die Sprache, können die Beschwerde entsprechend effektiv übermitteln. Die zusätzliche Kenntnis über die Kultur und das Rechtswesen des individuellen Staates rundet ihre sprachliche Fachkompetenz optimal ab.
So kann den empfundenen Problemen und Ungerechtigkeiten des Einzelnen entgegen gewirkt und für ein vereintes Europa gesorgt werden.